Indem Christof Babinsky eine Kamera auf ihren eigenen Bildschirm richtet, erzeugt er eine sich selbst erhaltende Rückkopplungsschleife. Kleine anfängliche Gesten – eine gezeichnete Linie, das Aufflackern einer Flamme oder ein flüchtiges Bild – setzen ganze Welten in Bewegung. Sobald der Prozess gestartet ist, übernehmen Chaos und Zufall die Regie und formen unvorhersehbare Landschaften aus Farben und Formen, ganz ohne weiteres Eingreifen. Aus dem Nichts entstehen so seltsame, zugleich schöne Muster, die wie lebende Systeme wachsen und zerfallen – stets am Rand zwischen Ordnung und Zusammenbruch.
Die Werke in CHAOS//LOOP bewegen sich im Spannungsfeld von physischer Realität und digitaler Technologie: Sie beruhen auf der Physik von Kamerasensoren und Rückkopplungen statt auf computergenerierten Algorithmen, finden aber Beständigkeit und Wert durch die Blockchain. Jedes Werk thematisiert das Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Unvorhersehbarkeit und stellt die Frage, was es bedeutet, Kunst in einer Welt zu schaffen, in der Maschine, Zufall und menschliche Intention untrennbar ineinandergreifen.
Christof Babinsky ist ein deutscher Künstler, Unternehmer und Innovator, dessen Arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Design entstehen. Als Geschäftsführer von ASB GlassFloor und ASB Architectural hat er bahnbrechende Anwendungen von Glas, Licht und interaktiven Systemen in Sport und Architektur entwickelt. Seine Projekte reichen von revolutionären Glas-Sportböden bis hin zu großflächigen architektonischen Installationen und Kooperationen mit international renommierten Künstlern und Marken.
Getrieben von seiner Neugier für die Grenze zwischen digitaler und physischer Welt erweitert Babinsky seine Forschung auch in den Bereich der Kunst. Seine Werke nutzen Technologie sowohl als Medium wie auch als Thema und spiegeln wider, wie Zufall, Chaos und Innovation unsere Wahrnehmung von Realität prägen.
Website des Künstlers: https://babinsky.io/
EverythingAlwaysEverywhere.com (2013), Teil der Babinsky Collection, ist ein Schlüsselwerk im Œuvre von Rafaël Rozendaal. Es verschiebt die Grenzen zwischen Betrachter und Werk, zwischen öffentlichem und privatem Raum und wurde vielfach ausgestellt sowie interpretiert. Das Werk verdeutlicht den Wandel von physischer zu virtueller Präsenz und greift Fragen auf, die heute in Debatten um NFTs und digitales Eigentum zentral sind.
Rafaël Rozendaal ist ein niederländisch-brasilianischer Künstler, dessen Websites jährlich über 50 Millionen Besuche verzeichnen. Seine Arbeiten wurden von renommierten Institutionen wie dem MoMA und dem Whitney Museum aufgenommen und gelten als bedeutende Beiträge zur zeitgenössischen Kunst. Mit seiner Vision, das Internet als legitimen Kunstraum zu etablieren, hat Rozendaal eine ganze Generation digitaler Künstler beeinflusst und die Rolle von Kunst im 21. Jahrhundert neu definiert.
Website des Künstlers: https://www.newrafael.com/
PopcornPainting.com (2008) ist kein Gemälde im klassischen Sinn, sondern eine Website, die als eigenständiges Kunstwerk konzipiert ist. Vor einem tiefschwarzen Hintergrund platzen Maiskörner mit knackendem Sound auf und tanzen in einer endlosen, hypnotischen Schleife spielerisch über den Bildschirm. Die Kombination aus Bild und Klang erschafft eine lebendige, digitale Komposition, die sich ständig erneuert und dennoch immer gleich bleibt. Auch wenn das Werk Teil der Family Dijkstra Collection ist, bleibt es online für alle zugänglich und verkörpert damit Rozendaals Überzeugung, dass Kunst jederzeit und überall erlebbar sein sollte.
Rafaël Rozendaal ist ein niederländisch-brasilianischer Netzkünstler und eine zentrale Figur der digitalen Kunst seit den frühen 2000er-Jahren. Seine Arbeiten erforschen den Bildschirm als Medium und verstehen den Webbrowser nicht nur als Werkzeug, sondern als Ausstellungsraum selbst. Mit seinen zahlreichen Online-Arbeiten, die jährlich Millionen von Besucherinnen und Besuchern erreichen, prägt er die Wahrnehmung von Kunst im digitalen Raum und gilt als Wegbereiter für eine neue Generation von Internetkunst.
Website des Künstlers: https://www.newrafael.com/
Pixelrain Traunstein ist das erste Werk, das speziell für den digitalen Monolithen in Traunstein entworfen wurde. Der hinter den riesigen Glaspaneelen des Monolithen installierte LED-Bildschirm unterscheidet sich von herkömmlichen Monitoren. Bei einem LED-Bildschirm bleibt dieser schwarz, wenn er komplett schwarz anzeigt. Zeigt der LED-Bildschirm hingegen Weiß, erzeugt er die höchste Helligkeit pro Pixel, wodurch dieser Pixel auf einer schwarzen Fläche einen sehr hohen Kontrast erzeugt. Die Künstler nutzen diesen Effekt, indem sie einzelne Pixel über die Oberfläche des Monolithen fallen lassen, wo sie am unteren Bildrand einen Ruheplatz finden und dort sichtbar bleiben. Todor Iliev programmierte den zugrunde liegenden webbasierten Algorithmus so, dass die über die Oberfläche des Monolithen fallenden Pixel nach einiger Zeit ein Muster auf dem Boden bilden, das mit jedem fallenden Pixel wächst und schließlich der Skyline von Traunstein ähnelt.
Die Künstler hoffen, den Monolithen während seiner Lebensdauer als Ort für Kunst und Kultur in Traunstein mit vielen verschiedenen kreativen Kunstformen zu bereichern, darunter auch interaktive Installationen.
Christof und Todor haben dieses Kunstwerk geschaffen, um den maximalen Kontrast individueller Bildpunkte des Monolithen zu nutzen.
Todor Ilievs Arbeit verbindet Code, Ingenieurwesen, Kunst und Forschung zu neuen Ausdrucksformen. Mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung in Webtechnologien, interaktivem Design und Systemarchitektur erforscht er, wie digitale Systeme die menschliche Kreativität in physischen und kulturellen Räumen erweitern können. Seine Arbeit reicht von interaktiven Umgebungen über Design-Build-Innovationen bis hin zu digitalen Plattformen – stets auf der Suche nach Wegen, technische Präzision in bedeutungsvolle menschliche Erfahrung zu übersetzen. Getrieben von Proaktivität, Neugier und einer Leidenschaft für Erfindungen und Technologie reflektiert Ilievs künstlerische Praxis, wie Algorithmen und Echtzeitsysteme den Dialog zwischen dem Digitalen und dem Greifbaren gestalten können.
Website des Künstlers: https://tdesignstudio.com/
Christof Babinsky ist ein deutscher Künstler, Unternehmer und Innovator, dessen Arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Design entstehen. Als Geschäftsführer von ASB GlassFloor und ASB Architectural hat er bahnbrechende Anwendungen von Glas, Licht und interaktiven Systemen in Sport und Architektur entwickelt. Seine Projekte reichen von revolutionären Glas-Sportböden bis hin zu großflächigen architektonischen Installationen und Kooperationen mit international renommierten Künstlern und Marken.
Getrieben von seiner Neugier für die Grenze zwischen digitaler und physischer Welt erweitert Babinsky seine Forschung auch in den Bereich der Kunst. Seine Werke nutzen Technologie sowohl als Medium wie auch als Thema und spiegeln wider, wie Zufall, Chaos und Innovation unsere Wahrnehmung von Realität prägen.
Website des Künstlers: https://babinsky.io/